Best kept Secret (2)

von Frank Schweizerhof


Frank Schweizerhof

 

Unter dem Radar: Warum ist SwinGolf immer noch ein "Best-kept-Secret"?

Ist das wirklich so? Ist Swingolf immer noch ein so groß gehütetes Geheimnis?

Meine persönliche Erfahrung sagt zu dieser Frage ganz klar: Nein!

Denn jeder Mensch, den ich treffe hat nach einer Begegnung mit mir nichts anderes im Sinn als sich schleunigst den Schläger zu schnappen und „eine Runde zu ziehen“.

Spaß beiseite, tatsächlich ist es so, dass es immer mehr Menschen gibt, die Swingolf bereits kennengelernt haben. Swingolf ist meine große Passion und dadurch ist dieser Sport bei vielen meiner Gespräche mit Freunden, Bekannten und Kollegen automatisch ein Thema.

Früher musste ich immer ausführlich erklären, was Swingolf überhaupt ist. Es folgte die übliche Erklärung von der Abwandlung vom Golf, gespielt mit nur einem Universalschläger, weicheren Bällen und auf naturbelassenen Plätzen. Mittlerweile ist es allerdings so, dass die meisten Leute antworten mit Sätzen wie „ja, das hab ich schon mal gehört“ oder „wir haben das auch schon mal gespielt“.

 

In unserer Stadt (Essen) ist Swingolf eben kein „Best-kept-Secret“ mehr. Das liegt sicherlich auch daran, dass unser Club, der 1. SGC Essen 2010, seit seiner Gründung vor fünf Jahren kontinuierlich gewachsen ist und eine sehr erfolgreiche sportliche Entwicklung genommen hat.

Wir nehmen regelmäßig teil an der jährlich stattfindenden „Sportmeisterehrung“ im Essener Rathaus, zweimal waren schon Spieler aus unseren Reihen nominiert zum Sportler des Jahres bzw. zur Mannschaft des Jahres bei der Night-of-Sports – ein Event mit großer medialer Beachtung und viel lokaler Prominenz.

 

Durch unsere beharrliche Pressearbeit erscheinen Meldungen über Swingolf mittlerweile wie selbstverständlich im Sportteil der Essener Tageszeitungen. In Essen ist Swingolf definitiv in der Sportwelt angekommen!

In anderen Swingolf-Orten, in denen die Clubs auch fleißig arbeiten, sieht es ähnlich aus. Überall dort, wo ein Club aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreibt, ist Swingolf kein Geheimnis mehr. Durch die sportlichen Erfolge eines Clubs und der kontinuierlichen Berichterstattung durch die Clubs erlangt Swingolf eine stetig wachsende Bekanntheit und anziehende Beliebtheit.

Überall dort, wo allerdings kein Club ansässig ist, passiert nicht wirklich viel. An diesen Orten bleibt Swingolf das unbekannte Freizeitspiel, das gelegentlich von Naturfreunden, die sich bei einem Spaziergang auf der Suche nach einem Pausenkaffee und -kuchen zufällig mal zu einem Platz verirren, „entdeckt“ wird. Bis auf wenige Ausnahmen dümpeln diese Plätze vor sich hin und manche von Ihnen sterben sogar einen langsamen, traurigen Tod.

 

Möglicherweise hängt dies auch mit der grundsätzlichen Struktur einer typischen Swingolfumgebung zusammen. Fast ausschließlich sind alle Platzbetreiber Landwirte, die auf der Suche nach neuen Einnahmequellen für ihre Ländereien und Felder auf das Thema Swingolf gestoßen sind und sich entscheiden, einen Platz aufzubauen. Manche von ihnen haben durch Maislabyrinth und Gartencafé bereits Erfahrungen im Umgang mit Kundschaft und wissen, dass man sich um seine Gäste gut kümmern muss, damit sie wiederkommen. Viele jedoch vernachlässigen Aspekte wie Werbung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Dadurch bleibt Swingolf an diesen Orten lediglich eine Randnotiz.

 

Ein ansässiger Club kann in diesen Bereichen große Dienste erfüllen, macht durch sportliche Erfolge automatisch immer Werbung für den Platz und verhilft ihm so zu regionaler Popularität. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Club und Platzbetreiber hat immer einen positiven Effekt! Mehr Popularität und Bekanntheit bedeutet natürlich immer auch steigender Umsatz für den Platzbetreiber.

Zurück zur Ursprungsfrage: Verglichen mit vielen anderen Randsportarten ist Swingolf immer noch sehr klein, aber die Anzahl der Plätze, der Lizenzspieler und der Interessierten wächst. Und an den Orten, an denen Swingolf durch einen Club als echte Sportart vorangetrieben wird, befindet sich Swingolf längst nicht mehr „unter dem Radar“!

 

Frank Schweizerhof

 

Vita:

Frank Schweizerhof, 39 Jahre alt (Geb. 14.05.1976)

Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender des 1. SGC Essen 2010 e.V.

Vorstandsmitglied des Swingolf Dachverband Deutschland e.V.

zuständig für Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Mai 2007: erstmalig den Swingolfschläger in der Hand

sportliche Erfolge:

Europameister 2013, deutscher Vizemeister 2013

Nominierung zum Essener Sportler des Jahres 2013

bester Spieler der Bundesliga Nord 2015

Beruf: Freiberuflich tätig im Bereich Mediendesign

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