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Ein Gastkommentar von Steffen Schweer Machen Sie ihren Rasen fit für den Frühling (Nicht nur für SwinGolfer!)![]() Steffen Schweer ist gelernter Gartenbautechniker und Fachberater Rasen und Saatgut bei der Firma Bruno Nebelung KG im Münsterland. Die SwinGolf-Deutschland kooperiert bei der Einrichtung von SwinGolf-Anlagen mit der Firma Nebelung. Nach dem kalten, schneereichen Winter sehen viele Rasenflächen sehr angegriffen aus. Jetzt ist ein wenig Starthilfe nötig, um dem Rasen den optimalen Start nach der Vegetationsruhe zu ermöglichen. Hier nun einige Maßnahmen, die dem Rasen den Start in den Frühling erleichtern. Vorab: Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt für die Pflegemaßnahmen zu wählen – ein zu früher Start schadet den Rasenflächen mehr als er nutzt. Entscheidend ist hier die Bodentemperatur: Keinesfalls sollte noch Frost im Boden sein oder erwartet werden. Die Vegetation der Gräser setzt frühestens ab 7° Celsius Bodentemperatur ein, d.h. es sollte schon einige Tage mit entsprechenden Temperaturen gegeben haben, um die Gräser aus der Winterruhe zu wecken. Erst dann können unsere Pflegemaßnahmen die Gräser unterstützen. 1. Beseitigen von UnebenheitenAls erstes sollten Unebenheiten (z. B. durch Wühlmäuse, Maulwürfe usw.) begradigt werden. Je nach Bodeneigenschaft kann es durch den Frost auch Hebungen im Boden gegeben haben. Um wieder einen Bodenschluss der Gräser herzustellen, sollte die Fläche dann mit einer leichten Rasenwalze abgewalzt werden. 2. Entfernen von totem PflanzenmaterialAltes Laub sollte abgeharkt werden, da die Gräser unter dem Laub zu faulen beginnen und so Kahlstellen entstehen können. Der Frost oder auch Pilzerkrankungen können die Gräser geschädigt haben. Um Fäulnis und Filzbildung zu verhindern, sollten diese abgestorbenen Gräserreste entfernt werden. Hier reicht zu diesem Zeitpunkt ein abharken mit einer Rasenharke oder einem Rechen. Ein stärkeres Belüften wird später mit dem Vertikutieren erfolgen.
3. Nachsaat von FehlstellenSollten größere Fehlstellen entstanden sein - z. B. durch Laub oder Maulwurf - sollten diese direkt mit einer Nachsaat- oder Regenerationsrasenmischung nachgesät werden. 4. Düngung Nach der langen Vegetationsruhe ist es wichtig, den Gräsern wieder ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Damit die Gräser den ausgebrachten Dünger auch richtig aufnehmen können, sollte das Gräserwachstum bereits wieder eingesetzt haben. Ein idealer Düngezeitpunkt wäre demnach nach dem ersten Rasenschnitt. Der wichtigste Nährstoff ist zu diesem Zeitpunkt der Stickstoff, deswegen zu diesem Zeitpunkt z. B. Rasenstarterdünger verwenden. 5. VertikutierenErst wenn der Dünger wirkt und das Wachstum wieder voll einsetzt, ist es Zeit, den Rasen zu vertikutieren um so der Filzbildung entgegen zu wirken. Die entstehenden Lücken können sich jetzt wieder schnell schließen und der Rasen erholt sich sofort von dem Eingriff. Vor Ende März/ Anfang April sollte deshalb noch nicht vertikutiert werden. Die richtige Einstellung des Vertikutierers ist sehr wichtig, die Messer sollen knapp oberhalb des Bodens laufen und nicht in den Boden eindringen, da sonst die Wurzeln zu stark geschädigt werden. 6. NachsaatNach dem Vertikutieren ist es sinnvoll, den Gräserbestand durch eine großflächige Nachsaat aufzufrischen, hier sollte auch wieder eine spezielle Nachsaat- oder Regenerationsrasenmischung eingesetzt werden. Für eine gleichmäßige Verteilung empfiehlt sich ein Streuwagen. Nach der Saat sollte sofort beregnet werden, damit das Saatgut an den Boden gelangt und die Keimung direkt beginnen kann. Einen guten Start in die Saison Steffen Schweer » Alle Kolumnen und Gastkommentare im Archiv ^
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